Leipziger Jazztage – Das Mekka der Jazzszene

Leipziger Jazztage – Das Mekka der Jazzszene

10 Tage, viele Spielorte und über 100 Jazzmusiker erfüllen die Messestadt zu den Leipziger Jazztagen mit experimentierfreudigem Jazz.

Tradition und Qualität – dafür stehen die Jazztage in Leipzig. Die ganze Stadt, egal ob Oper, Kirche, Moritzbastei, nato oder UT Connewitz, ist an diesen 10 Tagen des Festivals ein Mekka renommierter Künstler. Saxophon, Gitarre, Posaune und Schlagbass geben sich in verschiedenen Locations musikalisch die Ehre und erfüllen mit facettenreichen Jazzvariationen die Straßen von Leipzig. Das traditionsreiche Festival besteht seit nunmehr 34 Jahren und hat sich in Qualität und Vielfalt von Jahr zu Jahr gesteigert. Für internationalen Flair sorgte im Jahr 2010 das New Yorker Trio Medeski Martin and Wood sowie Steve Coleman & Five Elements aus Chicago.

Jazzanova die Zweite – Das Werk II tanzt

Welche der Auftritte an den 34. Leipziger Jazztagen (23. September bis 3. Oktober 2010) das absolute Highlight war, ist schwer zu sagen, denn alle Künstler wussten das Publikum in ihren Bann zu reißen. Die Kooperation des jazzclub leipzig, der das gesamte Festival seit 1976 veranstaltet, mit dem Werk II, bot ein Spektakel der besonderen Art. Die hier veranstaltete Jazzelectric Night mit Jazzanova feat. Paul Randolph war die Neuauflage des Vorjahrs und konnte musikalisch wieder voll überzeugen. Denn das sechsköpfige Clubkollektiv Jazzanova versteht es den modernen Musikstilen, wie Dancefloor, Broken Beat, Folk und Soul, mit Jazz neues Leben einzuhauchen und präsentierte an diesem Abend Musik, die man so noch nicht kannte. Wie bereits 2009 tanzte das riesengroße Publikum nahezu extatisch in den Hallen des Werks.

Jazz in der Oper Leipzig

Schon allein wegen der wunderschönen Kulisse war der Jazz in der Oper ein unvergessliches Erlebnis für Jung und Alt. Hier traten zu den Leipziger Jazztagen die NDR Bigband, Acoustic Art Ensemble sowie das Duo Till Brönner und Baby Sommer auf. Die NDR Bigband unter Leitung von Rainer Tempel stellte den Auftakt dar. Eine besondere Überraschung waren Brönner und Sommer am Ende des Abends. Denn hier trafen sich zwei unterschiedliche Künstler, die spontan und mit einer mitreißenden Leichtigkeit ihre Stilrichtungen zu einem Ganzen zusammenfassten und dafür mit tosendem Applaus bedacht wurden.

Akustische Klangbilder in der nato und Jazz in der Uni-Kinderklinik

In der nato konnten Schultzing feat. Mateusz Smoczyński Hörbilder kreieren, die facettenreicher nicht hätten sein können. Die Jazzkünstler überzeugten zudem mit deutschen Texten, die sich von der üblicherweise eher englisch geprägten Jazzszene abhoben. Natürlich durfte der Jazz für die Kleinsten nicht fehlen, weshalb auch wieder in der Uni-Kinderklinik Jazzklänge ertönten. Dieser Abwechslungsreichtum prägte die 34. Leipziger Jazztage und machte das Festival erneut zu einem unvergesslichen musikalischen Höhepunkt des Jahres. Denn kaum eine Veranstaltung bringt so viel Improvisationstalent und Experimentierfreude zum Vorschein. Aus diesen Gründen gehören die Leipziger Jazztage zu den renommiertesten deutschen Jazzfestivals und sind nicht nur einen Besuch wert.

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